Klima
Für eine Nation mit weniger als einem Prozent Land und mehr als
99 Prozent Meer spielt das Wetter natürlich eine wichtige Rolle
im täglichen Leben. Für lange Zeit hatten die Malediver ihr Leben
nach dem Kalendersystem ''nakaiy' ausgerichtet. Jedes nakaiy dauert
13 oder 14 Tage und ist in zwei Abschnitte unterteilt, den ‚iruvai'
Nordostmonsun und den ‚hulhangu' Südwestmonsun. Der nakaiy Kalender
wird auch heute noch benützt um die beste Zeit zum Fischen, Reisen
oder Säen und Pflanzen zu bestimmen.
Auf den Malediven herrscht tropisches Klima mit ganzjährig warmen Temperaturen und viel Sonnenschein. Durch das warme Tropenklima sind die Temperaturschwankungen während des ganzen Jahres nur geringfügig. Generell kann man sagen, dass April der wärmste Monat ist und Dezember der kühlste. Insgesamt wird das Wetter jedoch größtenteils durch die Monsune bestimmt.
Die Regendichte ist in den einzelnen Monaten sehr unterschiedlich; während der Januar der trockenste Monat ist, und von Januar bis April nicht viel Regen fällt, sind der Mai und der Oktober die Monate mit den durchschnittlich stärksten Regenfällen. Der Südwestmonsun oder auch ‚hulhangu' von May bis September, bringt eine recht nasse Jahreszeit mit rauer See und viel starkem Wind. Der Nordostmonsun, 'iruvai' herrscht von Dezember bis April und bringt klaren Himmel, eine geringere Luftfeuchtigkeit und nur wenig Regen. Die Malediven liegen im Äquatorgürtel und darum sind heftige Stürme und Wirbelstürme eine Seltenheit. Nur die Wirbelstürme des Bengalischen Golfs und des Arabischen Meeres haben Einfluss auf das Wetter des Landes und wenn ihre schnell wachsenden Wolken über den Malediven erscheinen, bringen sie Regenperioden mit sich.